Journalisten-Besuch in der CBS sorgt selbst im entfernten Köln für eine Schlagzeile im „Kölner Abendblatt“.

Als Herr Klein, Journalist und Medienredakteur des Hessischen Rundfunks, am 22.01.2020 in der Carl-Bantzer Schule referierte, berichtete selbst eine überregionale Zeitung darüber (siehe Foto).

 

Titelbild

 

 

Der Online-Artikel im Screenshot war natürlich nur „fake“. Es handelte sich aber um eine gut gemachte Fake-News, denn die Schüler/innen des Wahlpflichtkurses „Fotografie & Medien“ von Herrn Bursig staunten zunächst nicht schlecht, dass sogar in Köln über ihren Workshop-Tag berichtet wurde.

Diese, als Einstieg in den Workshop „Fake News“ erstellte Falschmeldung, hatte Herr Klein innerhalb weniger Minuten mithilfe einer Internetvorlage verfasst und veröffentlicht.

Im Rahmen der Come On-Tour „Wir checken Medien“ zeigte Herr Klein den Achtklässlern in einem 4-stündigen Workshop, wie leicht es heutzutage ist, Halbwahrheiten, manipulierte Fotos, Gerüchte und Behauptungen zu verbreiten. Mit vielen Beispielen machte er anschaulich, wie subtil wir jeden Tag im Internet und vor allem auch in den Sozialen Netzwerken manipuliert werden. Häufig werden z.B. Zitate aus dem Zusammenhang gerissen, nur Ausschnitte von Bilder gezeigt (um die Bild-Aussage zu verändern) oder falsche Versprechungen gemacht (Stichwort „click bait“, reißerische Überschriften, Gewinnspiele).

Neben offensichtlich „satirischen fakes“ zur Unterhaltung (z.B. von der Seite der-postillon.com) oder harmlosen Geschichten in „Klatsch-und-Tratsch-Zeitschriften“ wurden die Schüler/innen aber auch für die relativ neue und ernsthafte Gefahr der sogenannten „deep fakes“ sensibilisiert. Dabei handelt es sich um Videos, die mithilfe künstlicher Intelligenz so realistisch manipuliert werden können, dass sogar Körperhaltung, Mimik, Gestik und Stimme von berühmten Persönlichkeiten glaubhaft nachgeahmt und so natürlich missbraucht werden können (hier eine Demonstration).

An Twitter-Meldungen des Amoklaufes von München 2015 zeigte Herr Klein auch, wie schnell Trittbrettfahrer eine unklare Nachrichtensituation nutzen, um falsche Informationen in Umlauf zu bringen – nur um damit letztlich Aufmerksamkeit auf ihren Youtube-Kanal/Twitter/Instagram-Account zu lenken.

Die Wahrheit bleibt bei der heutigen Geschwindigkeit des Informationsaustausches aber leider oft auf der Strecke. Wer zuerst Informationen und Bilder im Netz postet, wird geteilt und erfährt Aufmerksamkeit. Da die Überprüfung von Informationen und das Sammeln von Fakten allerdings Zeit braucht, sollten „Echtzeit-Meldungen“ unbekannter Quellen immer mit einer gesunden Portion Skepsis beurteilt werden.

  • Als Ratschlag zur Überprüfung von Meldungen im Internet bekamen die Schüler/innen u.a. folgende Tipps an die Hand:
    mehrere Quellen vergleichen
  • Die Bild-Rückwärtssuche von z.B. google nutzen, um die Quelle von Fotos zu überprüfen
  • oder Fakten-Check-Seiten wie z.B. www.Mimikama.at oder www.bildblog.de zu Rate zu ziehen (dort gibt es auch viele Hinweise über fake Gewinnspiele, WhatsApp Kettenbriefe/fake news… zum überprüfen)

Wir danken Herrn Klein für seinen kurzweiligen und interessanten Workshop.

Kay Bursig

 

Text Bild