Mit einer bunten Präsentation ging die diesjährige Projektwoche an der Carl-Bantzer-Schule am Donnerstagnachmittag zu Ende. Etwa 300 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5,6,8 und 9 hatten vier Tage lang in verschiedenen Projektgruppen gearbeitet und präsentierten jetzt ihren Eltern und Mitschülern die Ergebnisse ihrer Arbeit. Jeden Morgen aufgemuntert mit 30 Minuten Frühsport und gestärkt durch ein gesundes Frühstück, das auch von einer Projektgruppe vorbereitet wurde, arbeiteten die Gruppen zielstrebig auf ihre Ergebnisse hin.

 

Gesundes Frühstück

Dabei standen in diesem Jahr verstärkt Präsentationen mit elektronischen Medien im Vordergrund, wie es der Welt im digitalen Zeitalter entspricht. Gerade die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen haben dank der Tablet-Klassen bereits einige Erfahrungen im Umgang mit Tablets. So konnten im Projekt „Leben im antiken Rom“ Themen wie römischen Waffen oder die verschiedenen Typen von Gladiatoren mit Tablets auf einem großen Bildschirm präsentiert werden. Andere Gruppen hatten mit ihren Geräten Kurzfilme gedreht oder Dokumentationen über ihr Projekt „Der Natur auf der Spur“ erstellt. In dem Projekt „Die Welt ist bunt – Schule ohne Gewalt“ präsentierten die Teilnehmer drei Szenen, in denen es um den richtigen Umgang mit Handydiebstahl, Mobbing und Geldabzocke ging. Die älteren Schüler lernten in den Computerräumen noch mal richtig, wie man eine gute Powerpointpräsentation anfertigt - sie werden es bald bei den Abschlussprüfungen brauchen. In der „Songwerkstatt“ schließlich wurden Melodien mithilfe eines Computerprogramms komponiert.

Aber auch traditionelle Kunst- und Kulturtechniken blieben nicht auf der Strecke. In der „Schreibwerkstatt“ wurden Gedichte nach verschiedenen Strukturvorgaben per Hand geschrieben und jeder Teilnehmer konnte eine schön gestaltete Gedichtemappe mit nach Hause nehmen. Die Schüler , die in ihrem Projekt eine „Reise um die Welt“ gemacht hatten, bastelten u.a. Erdkugeln aus Luftballons, in den Kunsträumen konnte man selbst in der Technik des Dot-Painting aktiv werden und die Spiel-Kultur wurde im Projekt „Alte Spiele – neu entdeckt“ wiederbelebt - nicht alle Schülerinnen hatten schon mal einen Würfel in der Hand oder wussten, wie man Spielfiguren auf einem Feld bewegt.

Hoffentlich platzt die Erde nicht

Zwei Theatergruppen zeigten ihre Eigen-Produktionen: „Till Eulenspiegel“, „Das Denkmal“ und verschiedene Schwarzlichttheaterszen waren auch dieses Jahr ein großer Publikumserfolg.

Ein weiteres Highlight war die Theaterperformance der Klasse 8 G. Mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Kulturkoffers konnten die Mitarbeiter des Freien Theaters Fulda sowie des Theaters Mittendrin mit der Klasse unter dem Titel „Neu, fremd, anders, cool!“ selbstgeschriebene Szenen präsentieren. Diese basierten auf Interviews mit den eigenen Eltern und stellten deren Vorstellungen denen der Jugendlichen gegenüber (siehe dazu auch den Extra-Artikel über diese Aufführung).

Größe Attraktion aber war wie immer die Cafeteria, in der Kaffee und der von den Eltern mitgebrachte Kuchen angeboten wurden. Diesmal wurden alle Rekorde gebrochen: die Eltern hatten über 50 verschiedene Kuchen mitgebracht, einer leckerer als der andere. Auch „In Euch steckt mehr, liebe Eltern!“ kann man da abschließend nur sagen.

 

Wolfgang Marek/Fotos: Kai Bursig